{"id":80,"date":"2016-08-13T21:35:22","date_gmt":"2016-08-13T19:35:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.eisler-fotograf-liezen.at\/?page_id=80"},"modified":"2016-08-13T21:35:22","modified_gmt":"2016-08-13T19:35:22","slug":"fotostudio-eisler","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.eisler-fotograf-liezen.at\/?page_id=80","title":{"rendered":"Fotostudio Eisler"},"content":{"rendered":"<h4>Die Anfangsjahre: 1890 bis 1910<\/h4>\n<p>In den Anfangszeit des Fotografen Eisler werden die Fotos nicht in einem Fotostudio gemacht sondern im Freien.<br \/>\nAn eine Hauswand wird eine mit Hintergrundmotiven bemalte Leinwand genagelt vor der die Kunden posieren. Standartausr\u00fcstung f\u00fcr jedes Foto ist ein Stuhl oder ein aus \u00c4sten zusammengezimmerter Zaun, an dem sich der Kunde anh\u00e4lt, damit bei der langen Belichtungszeit das Bild nicht verwackelt, sowie ein geschlechtsabh\u00e4ngiges \u201eAttribut\u201c: Bei den M\u00e4nnern ein Stock, ein Gewehr, eine Zigarre oder ein Bierglas. Bei den Frauen ein Stock, manchmal ein Buch.<\/p>\n<p>Auf einer erhaltenen Aufnahme ist im Hintergrund ein Werbeplakat des Fotografen Eisler zu sehen, das Aufschluss \u00fcber das Gesch\u00e4ftsmodell gibt: Er reist mit seiner Kamera von Ort zu Ort, die Termine werden mittels Plakat im Vorhinein bekannt gegeben. \u201eDie Aufnahmen finden bei jeden Wetter statt\u201c, was sich auf den Bildern oft dadurch zeigt, dass die Kunden bis zu den Knien im Dreck stehen. Oft werden die Termine in Zusammenhang mit Jahrm\u00e4rkten, Dorffesten etc. angelegt, daher sieht am oft M\u00e4nner in Gruppen mit einem Humpen Bier in der Hand. Der k\u00fcnstlerische Wert der Aufnahmen ist \u00fcberschaubar. Es ist immer dasselbe Motiv, immer dieselbe Haltung.<\/p>\n<p>Emanuel Eisler kommt mit seiner Plattenkamera weit herum. Auf einigen der Fotoschachteln sind noch die Orte vermerkt in denen die Aufnahmen entstanden: Wildalpen, Rauris, Oppenberg, P\u00fcrgg.<br \/>\nAuch wurden \u201eFotokopien\u201c angefertigt: Ein Foto wird mit einem Reisnagel an einen T\u00fcrstock geheftet, abfotografiert und dann vervielf\u00e4ltigt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Das Fotostudio im Eislerhaus:<\/h4>\n<p>Im Erdgescho\u00df bewohnt Sigmund Eisler mit seiner Familie die s\u00fcdliche H\u00e4lfte:<br \/>\nMan betritt die Wohnung durch die K\u00fcche, daran anschlie\u00dfend befindet sich\u00a0 das Wohnzimmer.<br \/>\nAn der Westseite liegen das Schlafzimmer und die \u201egute Stube\u201c, die zwar mit wundersch\u00f6nen Biedermeierm\u00f6bel m\u00f6bliert ist, jedoch gerade deshalb nie wirklich verwendet wird.<br \/>\nS\u00fcdlich schlie\u00dft sich das Sallettl an, ein h\u00f6lzerner Anbau mit gro\u00dfz\u00fcgiger Verglasung, der mit einem Esstisch eingerichtet ist.<br \/>\nDer n\u00f6rdliche Teil des Erdgescho\u00dfes wird von zwei Gesch\u00e4ften belegt: Das Radiogesch\u00e4ft von Viktor Fait und eine M\u00f6belausstellung der Tischlerei Eisler.<br \/>\nDas erste Obergescho\u00df ist zur G\u00e4nze vermietet: Die n\u00f6rdliche H\u00e4lfte belegt der Gendarmerie-Posten, auch wohnen\u00a0 Gendarmen im Haus. Die s\u00fcdliche Wohnung ist bis 1923 an den \u00a0Rauchfangkehrer Widliczka vermietet.<br \/>\nDas zweite Obergescho\u00df liegt schon unter dem Dach und ist deshalb in der Grundfl\u00e4che etwas reduziert. Im Sommer ist es hier extrem hei\u00df, daf\u00fcr im Winter sehr kalt. Das Geschoss teilen sich Ignaz und Maria Eisler: Die Witwe von Emanuel Eisler bewohnt bis zu ihrem Tod 1930 eine kleine Wohnung an der s\u00fcdlichen Giebelwand.<br \/>\nDie Wohnung von Ignaz Eisler liegt im gegen Westen gerichteten Quergiebel.<br \/>\nDas Fotostudio liegt gegen Osten und hat eine gro\u00dfz\u00fcgige Fensterfl\u00e4che gegen Osten und in Glasdach, das zwar gute Belichtungsverh\u00e4ltnisse bringt, aber ein unm\u00f6gliches Raumklima.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Gruppenfoto von 1930 auf dem die Einrichtung des Fotostudio Eisler gut erkennbar ist:<br \/>\nDas Foto ist in Richtung S\u00fcden aufgenommen. Nat\u00fcrliches Licht kommt von gro\u00dfen Fenstern im Osten und von oben durch ein Glasdach. Das Licht kommt daher auf allen Studiofotos von links oben. Spanndr\u00e4hte an der Decke halten einen (auf dem Bild nicht sichtbaren) transparenten Store, der das Sonnenlicht abschw\u00e4cht. Der Hintergrund ist eine bemalte Leinwand, die Tiefe vort\u00e4uschen soll. Sie kann durch zwei schwere Vorh\u00e4nge teilweise verdeckt werden. Der einfache Dielenboden wird durch Teppiche abgedeckt. Die \u00fcblichen Kulissen (S\u00e4ule, Balustrade, St\u00fchle etc.) wurden f\u00fcr das Gruppenfoto zur Seite gestellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Anfangsjahre: 1890 bis 1910 In den Anfangszeit des Fotografen Eisler werden die Fotos nicht in einem Fotostudio gemacht sondern im Freien. 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